Montag, 24. Juni 2024

Chronisches Fatigue-Syndrom / CFS

Praktische Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie

Differentialdiagnose der Chronischen Fatigue

https://www.aerzteblatt-sachsen.de/pdf/sax1909_026.pdf


Differentialdiagnose der Chronischen Fatigue 

Unter Fatigue versteht man eine zu den vorausgegangenen Anstrengungen unverhältnismäßige, sich durch Schlaf nicht bessernde krankhafte Erschöpfung körperlicher und/oder geistiger Art. Fatigue ist ein häufiges Symptom vieler internistischer und neurologischer Erkrankungen mit geringer Spezifität. Die Differentialdiagnose der Fatigue ist umfangreich (vgl. Tab. 1) [1]. Häufige Ursachen sind Eisenmangel, Medikamentennebenwirkungen (insbesondere Antidepressiva), chronische Organerkrankungen, Depression und Schlafstörungen. Fatigue ist auch ein Symptom vieler immunpathologischer Erkrankungen, so tritt Fatigue häufig bei Autoimmunerkrankungen auf, bei chronischen Infektionserkrankungen oder unter einer immunmodulatorischen Behandlung mit Interferon oder Checkpoint-Inhibitoren. Auch bei der Tumorfatigue, die bei etwa 30 Prozent aller erwachsenen Patienten nach Abschluss der Behandlung chronisch wird, scheint eine entzündliche Genese eine wichtige Rolle zu spielen. Eine postinfektiöse Fatigue tritt häufig nach einer späten symptomatischen Erstinfektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV), der Infektiösen Mononukleose (syn. Pfeiffersches Drüsenfieber) auf, aber auch andere Infektionen können zu einer viele Wochen bis Monate anhaltenden Fatigue führen.

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